Gegen den Fluglärmterror am Flughafen Köln/Bonn

Gemeinsamer Aufruf der Jusos und der Grünen Jugend zur Teilnahme an der Demo gegen Fluglärm

Die Kreisverbände der Jusos und der Grünen Jugend im Rhein-Sieg-Kreis rufen gemeinsam zur Teilnahme an der Demonstration gegen Fluglärm am 17. November um 14 Uhr am Flughafen Köln/Bonn auf. Ausdrücklich weisen wir darauf hin, dass es sich bei der Demo um eine überparteiliche Aktion der Lärmschutzgemeinschaft Flughafen Köln/Bonn e.V. handelt. Wir rufen alle Betroffenen auf, dem Protest mit der Teilnahme an der Demo Nachdruck zu verleihen.

Wir fordern die zuständigen Politikerinnen und Politiker und die Verantwortlichen auf allen Ebenen dazu auf, konstruktiv an einem nachhaltigen Ausgleich der Interessen aller Beteiligten zu arbeiten. Ein Wetteifern darum, wer vor Ort am meisten gegen Nachtflug ist, hilft den Betroffenen dabei allerdings nicht weiter. Schon gar nicht, wenn man auf der nächst höheren Ebene dann eine andere Position vertritt.

Da das von der rot-grünen Landesregierung beschlossene Nachtflugverbot für Passagiermaschinen durch den Bundesverkehrsminister Raumsauer (CSU) in Berlin blockiert wird, fordern wir die gewählten Abgeordneten der Region auf, in Berlin auf das zuständige Ministerium einzuwirken und die Interessen der Bevölkerung des Rhein-Sieg-Kreises zu vertreten. Auch die Landesregierung und die Fraktionen unserer Mutterparteien SPD und Grüne fordern wir auf, alle Mittel zu prüfen und auszuschöpfen, um das Passagiernachtflugverbot endlich durchzusetzen. Darüber hinaus müssen auch Maßnahmen ergriffen werden, um den Lärm durch nächtlichen Frachtflug zu reduzieren und zu begrenzen.

Es ist erwiesen, dass Nachfluglärm zu gesundheitlichen Schäden führen kann und die Lebensqualität in den von Fluglärm betroffenen Wohngebieten erheblich einschränkt. Es ist deshalb absolut unverständlich, dass vielfach einzig wirtschaftlichen Interessen Vorzug eingeräumt wird. Die Anliegen der Anwohnerinnen und Anwohner dürfen gegenüber den Interessen der Flughafenlobby nicht nachrangig behandelt werden. Für besonders fatal halten wir es, wenn verschiedene Interessen gegeneinander ausgespielt werden. Wir fordern einen offenen, konstruktiven Dialog ohne das Festhalten an Maximalforderungen, um einen weitreichenden nächtlichen Lärmschutz für die Anwohnerinnen und Anwohner des Flughafens zu erreichen. Der Fluglärmterror muss ein Ende haben! Handeln statt Rhetorik!

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